Antidiskriminierungsstelle der DITIB
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22.07.2026
10 Jahre nach dem rassistischen und rechtsextremen OEZ-Anschlag
Köln, 22.07.2026Wir gedenken:Armela Segashi (14 Jahre), Can Leyla (14 Jahre), Hüseyin Dayıcık
(17 Jahre), Dijamant Zabërgja (20 Jahre), Guiliano Kollmann (19 Jahre), Janos
Roberto Rafael (15 Jahre), Sabina Sulaj (14 Jahre), Selçuk Kılıç (15 Jahre) und
Sevda Dağ (45 Jahre).Am 22. Juli 2016 wurden am und im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in
München neun überwiegend junge Menschen aus rassistischen und rechtsextremen
Motiven ermordet. Weitere Menschen wurden von dem 18-jährigen Attentäter
verletzt. Die Opfer wurden ausgewählt, weil der Täter sie als migrantisch bzw.
südländisch wahrnahm. Sieben der Opfer waren Muslime, zwei gehörten den Sinti
und Roma an.Der 18-jährige Attentäter beschaffte sich mehrere Wochen vor der
Tat eine Pistole und Munition aus dem Darknet. Durch einen Facebook-Eintrag
unter falschem Namen lud er Jugendliche zu einem Treffen in ein
Fast-Food-Restaurant in der Nähe des OEZ ein und lockte sie somit gezielt in
eine Falle. Auf der Toilette des Restaurants zog er seine Waffe und ging
anschließend in den Sitzbereich, wo er die ersten Schüsse abfeuerte. Dort
wurden Armela Segashi, Can Leyla, Janos Roberto Rafael, Sabina Sulaj und Selçuk
Kılıç tödlich getroffen. Der Täter verließ anschließend das Restaurant und
schoss weiter auf Passanten in der Nähe des OEZ. Dabei starben an verschiedenen
Orten Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık und Sevda Dağ.Der Täter erschoss sich selbst, als er von der Polizei gestellt
wurde. Nach den Ermittlungen wurde die Tat zunächst als Amoklauf und nicht als
rechtsextremer und rassistischer Anschlag eingestuft. Es sollte bis zum 25.
Oktober 2019 – also mehr als drei Jahre – dauern, bis eine Neubewertung der Tat
und ihre Einstufung als rechtsextrem motivierter Anschlag erfolgten.Bekannt war über den 18-jährigen Täter, dass er psychische
Probleme hatte und während seiner Schulzeit gemobbt wurde. Die
Sicherheitsbehörden gingen deshalb von einem unpolitischen Racheakt aus. Die
Hinterbliebenen und die Opferanwälte kritisierten diese Einordnung, denn die
Tat fiel auf den fünften Jahrestag des rechtsextremen Attentats von Anders
Breivik in Norwegen. Für die Familien stand aufgrund der Opferauswahl bereits
früh fest, dass es sich um einen rassistischen und rechtsextremen Anschlag handelte.
Ihre Stimmen wurden jedoch nicht gehört. Erst nach mehreren Gutachten und mehr
als drei Jahren änderte das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) seine
Einschätzung und stufte die Tat als politisch motivierte rechtsextreme Straftat
ein.Die Diskussion um die begriffliche Einordnung der Tat zeigt
jedoch, wie schwer sich staatliche Stellen lange Zeit mit der Anerkennung des
rassistischen Tatmotivs taten. Auf dem Computer des Attentäters befanden sich
zahlreiche Texte über seine Mobbingerfahrungen sowie rechtsextremes und
rassistisches Gedankengut. In seinem eigenen Manifest bezeichnete der
Attentäter Migranten als „ausländische Untermenschen“ und drohte Gewalt und
Exekutionen an.Die Fehleinschätzung der Sicherheitsbehörden verletzte die
Hinterbliebenen zutiefst und erschütterte auch ihr Vertrauen in Polizei und
Sicherheitsbehörden. Das erste OEZ-Mahnmal trug die Inschrift „In Erinnerung an
alle Opfer des Amoklaufs vom 22.07.2016“. Erst im Herbst 2020 wurde die
Inschrift in „In Erinnerung an alle Opfer des rassistischen Attentats vom
22.07.2016“ geändert. Die Hinterbliebenen kämpfen bis heute um eine angemessene
Erinnerungskultur und ein würdiges Gedenken. Die Änderung der Inschrift war ein
wichtiger Schritt für die Familien.Ein solcher Anschlag zeigt, wie zerstörerisch rassistisches und
rechtsextremes Gedankengut ist. Seine Bekämpfung sollte insbesondere nach
weiteren rassistischen und rechtsextremen Anschlägen in Halle und Hanau höchste
Priorität haben. Nichts legitimiert die Ermordung von Menschen. Der DITIB
Bundesverband appelliert an die Politik, Rechtsextremismus und Rassismus als
ernste Gefahren anzuerkennen und ihnen auf allen gesellschaftlichen und
politischen Ebenen entschieden entgegenzutreten. Die Menschenwürde ist nicht
verhandelbar und gilt für alle Menschen – unabhängig von ihrer ethnischen
Herkunft oder ihrer religiösen Überzeugung.Wir erbitten Gottes Barmherzigkeit für die Opfer. Den
Hinterbliebenen wünschen wir Kraft, Trost und Standhaftigkeit. Ihr Schmerz
bleibt auch zehn Jahre nach der Tat Teil unserer gemeinsamen Verantwortung, das
Erinnern wachzuhalten und jeder Form von Rassismus und Menschenfeindlichkeit
entschieden entgegenzutreten.
25.06.2026
Teeabend im MoscheeForum: Moscheeübergriffe sichtbar machen – antimuslimischen Rassismus erkennen und benennen
Im Rahmen der Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus 2026 fand im MoscheeForum Köln ein besonderer Teeabend mit Vortrag, Austausch und Begegnung statt. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Moscheeübergriffe sichtbar machen – Antimuslimischen Rassismus erkennen und benennen“ und wurde gemeinsam vom MoscheeForum Köln und der DITIB Antidiskriminierungsstelle durchgeführt.Der Abend fand bewusst im Ausstellungssaal des MoscheeForums statt, in dem derzeit die Ausstellung „Moscheeübergriffe in Deutschland“ zu sehen ist. Dadurch verband die Veranstaltung Ausstellung, Vortrag und Gespräch miteinander. Die Besucherinnen und Besucher konnten sich nicht nur mit dokumentierten Angriffen auf Moscheen auseinandersetzen, sondern zugleich fachliche Einordnungen zu antimuslimischem Rassismus, gesellschaftlichen Entwicklungen und Handlungsmöglichkeiten erhalten.In seiner Begrüßung machte MoscheeForum-Direktor Murat Sahinarslan deutlich, dass Moscheeübergriffe nicht nur Gebäude treffen. Moscheen seien Orte des Gebets, aber auch Orte der Begegnung, der Bildung, der Gemeinschaft und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Wenn Moscheen beschmiert, bedroht oder angegriffen werden, betreffe dies immer auch Menschen, Familien, Kinder, Jugendliche und ältere Gemeindemitglieder, die diese Orte als sichere Räume erleben möchten.Zugleich wurde daran erinnert, dass das MoscheeForum regelmäßig der Opfer rassistischer und rechtsextremer Gewalt gedenkt – darunter Hanau, Solingen, Mölln, die Opfer der NSU-Mordserie sowie der NSU-Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße. Dieses Gedenken sei keine reine Rückschau, sondern eine Verpflichtung für die Gegenwart: Rassismus, Hass und Ausgrenzung müssten frühzeitig erkannt, benannt und entschieden zurückgewiesen werden.Als Referentin des Abends begrüßte das MoscheeForum Merve Biber, Referentin der DITIB Antidiskriminierungsstelle in der Abteilung für Gesellschaft und Zusammenarbeit. In ihrem Vortrag gab sie einen Überblick über antimuslimischen Rassismus, seine Erscheinungsformen und seine strukturellen Dimensionen. Dabei wurde deutlich, dass antimuslimischer Rassismus nicht nur in offenen Angriffen sichtbar wird, sondern auch in Vorurteilen, Ausgrenzung, institutionellen Benachteiligungen, medialen Debatten und alltäglichen Diskriminierungserfahrungen.Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Entwicklungen im Bereich der Moscheeübergriffe. Für das Jahr 2025 wurden im Rahmen der vorgestellten Auswertung 88 dokumentierte Übergriffe auf Moscheen erfasst. Neben Sachbeschädigungen, Schmierereien und rassistischen Drohungen wurde auch ein Wandel hin zu digitalen Übergriffen sichtbar – etwa durch beleidigende, rassistische oder bedrohliche E-Mails und Kommentare in sozialen Medien.Merve Biber machte außerdem deutlich, dass der Begriff antimuslimischer Rassismus die gesellschaftliche, politische, institutionelle und strukturelle Dimension des Problems besser beschreibt als Begriffe, die lediglich auf Angst oder Ablehnung verweisen. Musliminnen und Muslime sowie muslimisch gelesene Menschen würden häufig als homogene Gruppe dargestellt und mit pauschalen, unveränderbaren und negativen Eigenschaften verbunden. Solche Zuschreibungen können Ausgrenzung, Ungleichbehandlung und Diskriminierung im Alltag, in Behörden, in Bildungseinrichtungen und in anderen gesellschaftlichen Bereichen begünstigen.Der Teeabend bot den Teilnehmenden Raum für Fragen, persönliche Eindrücke und gemeinsamen Austausch. Dabei wurde deutlich, wie wichtig geschützte Orte des Dialogs sind, an denen Betroffene, Engagierte und Interessierte miteinander ins Gespräch kommen können. Antimuslimischer Rassismus betrifft nicht nur muslimische Gemeinden, sondern stellt eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft dar.Das MoscheeForum dankt Merve Biber herzlich für ihre fachliche Einordnung, ihre wichtigen Impulse und die Arbeit der DITIB Antidiskriminierungsstelle. Ebenso danken wir allen Besucherinnen und Besuchern, die an diesem Abend teilgenommen und durch ihre Anwesenheit ein Zeichen gesetzt haben: gegen Hass und Ausgrenzung, für Solidarität, Respekt und ein friedliches Miteinander.Der Abend hat erneut gezeigt: Erinnerung, Aufklärung und Verantwortung gehören zusammen. Die Ausstellung „10 Jahre Moscheeübergriffe in Deutschland“ bleibt weiterhin ein wichtiger Ort der Sichtbarmachung und Sensibilisierung. Das MoscheeForum wird auch künftig Räume schaffen, in denen über Rassismus, Diskriminierung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und gemeinsame Verantwortung gesprochen werden kann.Download Beitrag mit Bildern: Beitrag Karussell Moscheeübergriffe













06.06.2026
Brandstiftung an Eschweiler Moscheebau
Am Samstagmorgen gegen 06:00 Uhr wurde der Brand an dem neuen Moscheebau der Kuba Moschee in Eschweiler entdeckt und der Feuerwehr sowie Polizei gemeldet. Das Feuer konnte gelöscht werden, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Höhe des Sachschadens sowie nähere Informationen zu Tatverdächtigen nicht bekannt. Die Gemeinde ist höchst besorgt und erwartet eine schnelle lückenlose Aufklärung.
01.05.2026
Brandanschlag auf DITIB Zentralmoschee in Unna
In den Nachtstunden des 29. Aprils wurde die Zentralmoschee Unna Ziel eines Brandanschlags. Zwei Personen setzten Brandsätze ein, die Zelte und Inventar beschädigten. Die Polizei hat die Ermittlungen bereits aufgenommen und wertet aktuell das Bildmaterial der Überwachungskameras aus, das wir den Beamten vollständig zur Verfügung gestellt haben.
01.05.2026
Übergriff an der Memminger Moschee
Die DITIB Moschee in Memmingen wurde heute in den frühen Morgenstunden zum Ziel eines Übergriffs. Die Gemeinde kam zum Morgengebet zur Moschee und entdeckte die roten Schmierereien im Eingangsbereich und einen abgetrennten Schweinekopf auf dem Halbmondsymbol. Die Polizei vermutet Tierblut hinter den roten Schmierereien, der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.
23.03.2026
Ausstellung zu Moscheeübergriffen in der Kölner Zentralmoschee: Ein Zeichen gegen antimuslimischen Rassismus
Köln, 23.03.2026 – Am gestrigen Sonntag (22.03.2026), wurde in den Räumlichkeiten der Kölner Zentralmoschee die Ausstellung „Moscheeübergriffe - Fast 1000 Angriffe in den letzten 10 Jahren“ eröffnet, welche eine Übersicht von Übergriffen auf Moscheen in Deutschland zeigt und zur gesellschaftlichen Sensibilisierung beitragen soll. Die Ausstellung wurde von der Antidiskriminierungsstelle der DITIB organisiert, die seit über 10 Jahren Moscheeübergriffe dokumentiert und jährlich in einem Bericht veröffentlicht.In den vergangenen Jahren wurden dabei nahezu 1.000 Übergriffe auf Moscheen registriert. Unter Berücksichtigung einer hohen Dunkelziffer ist davon auszugehen, dass diese Marke bereits überschritten wurde. Während in der medialen Berichterstattung über Muslime häufig kontroverse Inhalte dominieren, bleiben antimuslimische Straftaten oft weniger sichtbar. Die Ausstellung setzt genau hier an und möchte diese Perspektive stärker in den öffentlichen Fokus rücken.Anhand von visuellen Materialien dokumentiert die Ausstellung verschiedene Formen von Übergriffen – darunter Brandstiftungen, Drohungen, Sachbeschädigungen und Schmierereien. Darüber hinaus werden auch islamfeindliche, hetzerische und teils bedrohliche Briefe sowie E-Mails gezeigt. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, originale Inhalte, Äußerungen und Karikaturen einzusehen und sich ein eigenes Bild von der Intensität und Wirkung solcher Anfeindungen zu machen.Ziel der Ausstellung ist es, nicht nur über die Vorfälle zu informieren, sondern auch ein Bewusstsein für die Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinden zu schaffen. Sie lädt dazu ein, sich kritisch mit antimuslimischem Rassismus auseinanderzusetzen und den gesellschaftlichen Dialog zu stärken.Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann künftig auch von anderen Moscheegemeinden, sowie interessierten Institutionen ausgeliehen und in ihren Räumlichkeiten präsentiert werden. Damit soll eine möglichst breite Öffentlichkeit erreicht und das Thema überregional sichtbar gemacht werden.Ergänzend zur Ausstellung entsteht derzeit eine wissenschaftliche Monographie, die sich mit Moscheeübergriffen der letzten zehn Jahre befasst. Darin werden neben Daten und Statistiken zu Übergriffen unter anderem gesellschaftliche Debatten analysiert und deren Zusammenhang mit konkreten Taten und Übergriffen beleuchtet. Die Veröffentlichung der Monographie ist in Kürze geplant.
19.02.2026
Sechster Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau
Köln, 19.02.2026
Sechs Jahre nach dem rassistischen, rechtsterroristischen und islamfeindlichen Anschlag von Hanau gedenken wir der neun ermordeten Menschen sowie aller Betroffenen, deren Leben durch diese Tat unwiderruflich verändert wurde. Der 19. Februar 2020 markiert eine Zäsur in der jüngeren deutschen Geschichte – ein Datum, das für antimuslimischen Rassismus, rechtsextremistische Ideologie und institutionelles Versagen steht.Der diesjährige Jahrestag ist von erneuter Trauer überschattet: Am 10. Januar 2026 verstarb Ibrahim Akkuş, der bei dem Anschlag schwer verletzt worden war, im Alter von 70 Jahren an den langfristigen körperlichen und seelischen Folgen der Tat. Sein Tod verdeutlicht auf schmerzliche Weise, dass rassistischer Terror nicht am Tattag endet – seine Folgen wirken über Jahre fort. Wir gedenken:Hamza KurtovićGökhan GültekinFatih SaraçoğluSedat GürbüzVili Viorel PăunMercedes KierpaczSaid Nesar HashemiFerhat UnvarKaloyan VelkovIbrahim Akkuş Rechtsextremer Terror entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern im Klima, gesellschaftlicher Spaltung, enthemmter Sprache und menschenfeindlicher Narrative. Die Tat war Ausdruck einer Ideologie des Hasses, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft und ihres Glaubens entwertet.Der Tod von Ibrahim Akkuş mahnt uns, dass Terror langfristige Zerstörung hinterlässt – körperlich, psychisch, familiär und gesellschaftlich. Sein Schicksal steht exemplarisch für die bleibenden Narben rassistischer Gewalt.Erinnerung bedeutet daher mehr als Gedenken. Erinnerung bedeutet:• strukturelle Analyse statt Verharmlosung,• klare Benennung statt Relativierung,• Solidarität statt symbolischer Gesten,• Prävention statt bloßer Reaktion.Sechs Jahre nach Hanau bleibt es unsere gemeinsame Verantwortung, Rassismus, Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten – auf politischer, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene.Möge Allah den Verstorbenen Barmherzigkeit, Segen und Frieden schenken.Den Hinterbliebenen wünschen wir Geduld, Kraft und Durchhaltevermögen. Sie kämpfen weiterhin unermüdlich für eine transparente Aufklärung und Konsequenzen für das Behördenversagen. DITIB Antidiskriminierungsstelle
Sechs Jahre nach dem rassistischen, rechtsterroristischen und islamfeindlichen Anschlag von Hanau gedenken wir der neun ermordeten Menschen sowie aller Betroffenen, deren Leben durch diese Tat unwiderruflich verändert wurde. Der 19. Februar 2020 markiert eine Zäsur in der jüngeren deutschen Geschichte – ein Datum, das für antimuslimischen Rassismus, rechtsextremistische Ideologie und institutionelles Versagen steht.Der diesjährige Jahrestag ist von erneuter Trauer überschattet: Am 10. Januar 2026 verstarb Ibrahim Akkuş, der bei dem Anschlag schwer verletzt worden war, im Alter von 70 Jahren an den langfristigen körperlichen und seelischen Folgen der Tat. Sein Tod verdeutlicht auf schmerzliche Weise, dass rassistischer Terror nicht am Tattag endet – seine Folgen wirken über Jahre fort. Wir gedenken:Hamza KurtovićGökhan GültekinFatih SaraçoğluSedat GürbüzVili Viorel PăunMercedes KierpaczSaid Nesar HashemiFerhat UnvarKaloyan VelkovIbrahim Akkuş Rechtsextremer Terror entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern im Klima, gesellschaftlicher Spaltung, enthemmter Sprache und menschenfeindlicher Narrative. Die Tat war Ausdruck einer Ideologie des Hasses, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft und ihres Glaubens entwertet.Der Tod von Ibrahim Akkuş mahnt uns, dass Terror langfristige Zerstörung hinterlässt – körperlich, psychisch, familiär und gesellschaftlich. Sein Schicksal steht exemplarisch für die bleibenden Narben rassistischer Gewalt.Erinnerung bedeutet daher mehr als Gedenken. Erinnerung bedeutet:• strukturelle Analyse statt Verharmlosung,• klare Benennung statt Relativierung,• Solidarität statt symbolischer Gesten,• Prävention statt bloßer Reaktion.Sechs Jahre nach Hanau bleibt es unsere gemeinsame Verantwortung, Rassismus, Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten – auf politischer, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene.Möge Allah den Verstorbenen Barmherzigkeit, Segen und Frieden schenken.Den Hinterbliebenen wünschen wir Geduld, Kraft und Durchhaltevermögen. Sie kämpfen weiterhin unermüdlich für eine transparente Aufklärung und Konsequenzen für das Behördenversagen. DITIB Antidiskriminierungsstelle
Termine
24.06.2026
Teeabend: Moscheeübergriffe sichtbar machen – Antimuslimischen Rassismus erkennen und benennen
Im Rahmen der Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus 2026 lädt das MoscheeForum zu einem besonderen Teeabend mit Vortrag und Austausch ein.
Ausgehend von der Ausstellung „Moscheeübergriffe“ möchten wir gemeinsam über antimuslimischen Rassismus, seine Erscheinungsformen und seine Auswirkungen auf muslimische Gemeinden in Deutschland sprechen. Die Ausstellung macht auf eine besorgniserregende Realität aufmerksam: Moscheen werden immer wieder Ziel von Schmierereien, Drohungen, Sachbeschädigungen und Angriffen. Solche Übergriffe treffen nicht nur Gebäude, sondern vor allem die Menschen und Gemeinden, die hinter diesen Orten des Gebets, der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts stehen.
Der Teeabend bietet Raum für Information, Reflexion und gemeinsamen Austausch. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie antimuslimischer Rassismus erkannt, benannt und solidarisch bekämpft werden kann – in der Zivilgesellschaft, in Institutionen und im Alltag.
Als Referentin begrüßen wir Merve Biber, Referentin der DITIB Antidiskriminierungsstelle in der Abteilung für Gesellschaft und Zusammenarbeit. Sie gibt Einblicke in die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle und spricht über Erfahrungen, Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit antimuslimischem Rassismus.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, bei Tee und Gespräch ein Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und antimuslimischen Rassismus zu setzen.
Die Veranstaltung findet im Ausstellungssaal des MoscheeForums statt, in dem derzeit auch die Ausstellung „Moscheeübergriffe in Deutschland“ zu sehen ist. Dadurch verbindet der Teeabend die inhaltliche Auseinandersetzung mit den dokumentierten Moscheeübergriffen mit einem Vortrag und gemeinsamen Austausch über antimuslimischen Rassismus, seine Folgen und mögliche Handlungsperspektiven.
Veranstaltungsdetails:
Datum: Mittwoch, 24. Juni 2026
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: MoscheeForum – Ausstellungssaal
Adresse: Venloer Str. 160, 50823 Köln
Referentin: Merve Biber, Referentin der DITIB Antidiskriminierungsstelle
Ausgehend von der Ausstellung „Moscheeübergriffe“ möchten wir gemeinsam über antimuslimischen Rassismus, seine Erscheinungsformen und seine Auswirkungen auf muslimische Gemeinden in Deutschland sprechen. Die Ausstellung macht auf eine besorgniserregende Realität aufmerksam: Moscheen werden immer wieder Ziel von Schmierereien, Drohungen, Sachbeschädigungen und Angriffen. Solche Übergriffe treffen nicht nur Gebäude, sondern vor allem die Menschen und Gemeinden, die hinter diesen Orten des Gebets, der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts stehen.
Der Teeabend bietet Raum für Information, Reflexion und gemeinsamen Austausch. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie antimuslimischer Rassismus erkannt, benannt und solidarisch bekämpft werden kann – in der Zivilgesellschaft, in Institutionen und im Alltag.
Als Referentin begrüßen wir Merve Biber, Referentin der DITIB Antidiskriminierungsstelle in der Abteilung für Gesellschaft und Zusammenarbeit. Sie gibt Einblicke in die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle und spricht über Erfahrungen, Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit antimuslimischem Rassismus.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, bei Tee und Gespräch ein Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und antimuslimischen Rassismus zu setzen.
Die Veranstaltung findet im Ausstellungssaal des MoscheeForums statt, in dem derzeit auch die Ausstellung „Moscheeübergriffe in Deutschland“ zu sehen ist. Dadurch verbindet der Teeabend die inhaltliche Auseinandersetzung mit den dokumentierten Moscheeübergriffen mit einem Vortrag und gemeinsamen Austausch über antimuslimischen Rassismus, seine Folgen und mögliche Handlungsperspektiven.
Veranstaltungsdetails:
Datum: Mittwoch, 24. Juni 2026
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: MoscheeForum – Ausstellungssaal
Adresse: Venloer Str. 160, 50823 Köln
Referentin: Merve Biber, Referentin der DITIB Antidiskriminierungsstelle
22.03.2026
Ausstellung: 10 Jahre Moscheeübergriffe
Schmierereien, Drohungen und Brandanschläge: In Deutschland gab es im vergangenen Jahrzehnt beinahe tausend Übergriffe auf muslimische Gotteshäuser. Hass und Gewalt gegen Muslime treffen dabei nicht nur die Gebäude, sondern vor allem die Menschen und Gemeinden dahinter.Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus machen wir auf diese besorgniserregende Realität aufmerksam. Besuchen Sie unsere Ausstellung und setzen Sie gemeinsam mit uns ein starkes Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung! Eröffnung der Ausstellung:22.03.2026 um 14:00 UhrÖffnungszeiten:Täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr(Die Ausstellung ist über die gesamten Osterferien durchgehend für Sie geöffnet!)Ort:
DITIB Zentralmoschee Köln
Ausstellungssaal
50823 Köln
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und den gemeinsamen Austausch.
DITIB Zentralmoschee Köln
Ausstellungssaal
50823 Köln
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und den gemeinsamen Austausch.
17.02.2022
Hanau Gedenkveranstaltung
In Gedenken an:
Ferhat Ünver. Gökhan Gültekin. Hamza Kurtovic. Said Nessar El Hashemi. Mercedes Kierpacz. Sedat Gürbüz. Kaloyan Velkov. Fatih Saracoglu. Vili Viorel Paun.
Ferhat Ünver. Gökhan Gültekin. Hamza Kurtovic. Said Nessar El Hashemi. Mercedes Kierpacz. Sedat Gürbüz. Kaloyan Velkov. Fatih Saracoglu. Vili Viorel Paun.
18.02.2021
Gedenkveranstaltung Hanau
Zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags in Hanau vom 19.02.2020 veranstaltet die DITIB Antidiskriminierungsstelle zusammen mit dem MoscheeForum eine Online Gedenkveranstaltung mit dem Titel "Ein Jahr nach Hanau: Ein Versuch des Verstehens und der Verarbeitung."
An der Live-Videokonferenz werden Herr Andreas Jäger von der Opferberatungsstelle der Stadt Hanau und Herr Fatih Kaya von der DTIB Antidiskriminierungsstelle als Gäste teilnehmen.
Forschung und Publikationen