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09.07.2026

Srebrenica-Gedenken im MoscheeForum:

Erinnerung, Verantwortung und gemeinsames Zeichen gegen das Vergessen

Köln, 09. Juli 2026. Unter dem Titel „Gegen das Vergessen: Srebrenica und unsere Verantwortung heute“ fand im Ausstellungssaal der Zentralmoschee Köln eine Gedenkveranstaltung zum 31. Jahrestag des Genozids von Srebrenica statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom MoscheeForum, dem DITIB Bundesverband, der DITIB Antirassismus- und Antidiskriminierungsstelle sowie dem Landesverband NRW e. V. der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland organisiert.

Zahlreiche Gäste aus Gemeinden, Institutionen und der Zivilgesellschaft kamen zusammen, um der Opfer von Srebrenica zu gedenken und ein Zeichen für Erinnerung, Verantwortung, Solidarität und Frieden zu setzen. Die Veranstaltung verband spirituelle, kulturelle und dialogische Elemente: Koranrezitation, Bittgebete, persönliche Erinnerungen, poetische Beiträge, Buchlesung, musikalisch-spirituelle Beiträge, Filmimpuls und ein Podiumsgespräch.

Die Eröffnung und Moderation übernahmen Murat Şahinarslan, Direktor des MoscheeForums, und Farah Fazlibegovic aus dem IGBD-Jugendnetzwerk. In der Einführung wurde deutlich gemacht, dass Erinnerungskultur nicht nur ein Blick in die Vergangenheit ist, sondern eine Verantwortung für Gegenwart und Zukunft. Gerade das MoscheeForum verstehe sich als Ort, an dem Räume des Zuhörens, der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts geschaffen werden. Srebrenica mahne dazu, Hass, Ausgrenzung und Entmenschlichung entschieden entgegenzutreten.

Ein wichtiger Bestandteil des Abends waren die Grußworte. Eyüp Kalyon, Generalsekretär im DITIB Bundesverband, betonte, dass der Genozid von Srebrenica nicht nur eine Angelegenheit der Opfer und ihrer Angehörigen sei, sondern eine gemeinsame Frage der gesamten Menschheit. Er unterstrich, dass DITIB bereit sei, die eigene Verantwortung heute und auch in Zukunft wahrzunehmen.

Auch Mustafa Burnić, Vorsitzender des Landesverbandes NRW e. V. der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland, hob die Bedeutung des gemeinsamen Gedenkens, der gesellschaftlichen Solidarität und der Weitergabe historischer Erinnerung an kommende Generationen hervor. Mit Blick auf Srebrenica erinnerte er daran, dass der Genozid vor den Augen der Welt geschah und hätte verhindert werden können.

Unter den Teilnehmenden befanden sich außerdem Ahmet Sinan Kara, Vorsitzender des Religiösen Rates Köln der DITIB, Dr. Muhterem Dilbirliği, Attaché für Bildung und Erziehung des Türkischen Generalkonsulats Köln, sowie Rukiye Sancar, Familienattaché des Türkischen Generalkonsulats Köln. Ebenfalls nahmen Vertreterinnen und Vertreter der bosniakischen Gemeinde, des Landesverbandes NRW und der beteiligten Institutionen teil.

Rafet Öztürk, Referent für Zusammenarbeit und Dialog im DITIB Bundesverband, führte in die historische Bedeutung und symbolische Kraft der Srebrenica-Blume ein. Dabei erinnerte er auch an ein Wort von Aliya Izzetbegović: „Um Lehrer der Erde sein zu können, muss man Schüler des Himmels sein.“ Dieser Gedanke unterstrich die Bedeutung von Erinnerung, Verantwortung und dem Schutz der Menschenwürde.

Musikalisch-spirituelle Beiträge wurden durch den bosnischen Chor Hor Din Essen gestaltet. Die Beiträge verliehen dem Gedenken eine besondere emotionale Tiefe und begleiteten die Veranstaltung in einer würdevollen Atmosphäre. Die Koranrezitation übernahmen die Religionsbeauftragten der DITIB Zentralmoschee Köln. Zudem wurde ein kurzer Filmimpuls zu Srebrenica gezeigt.

Eine persönliche und poetische Perspektive brachte Beyza Tiryaki ein, die einen Gedanken über ihren Besuch in Srebrenica vorlas. Ihre Worte verbanden persönliche Wahrnehmung, Erinnerung und die Frage, was ein solcher Ort im Herzen eines Menschen hinterlässt. Anschließend las Sejfuddin Dizdarevic aus dem Buch „Kein Vergessen, kein Vergeben“ und vertiefte damit die historische und menschliche Dimension des Abends.

Im anschließenden Podiumsgespräch, moderiert von Dr. Zekeriya Altuğ, DITIB Abteilungsleiter AGZ, standen Erinnerung, Zeitzeugenschaft, Bildungsarbeit und gesellschaftliche Verantwortung im Mittelpunkt. Auf dem Podium sprachen Mustafa Burnić, Sejfuddin Dizdarevic, Nedžad Osmić, Zeitzeuge und Imam der Bosnischen Moschee Köln-Ehrenfeld, sowie Mehmed Valjevac von AMANET – Deutsch-Bosnische Initiative NRW e. V.. Die Gesprächsteilnehmenden machten deutlich, wie wichtig es ist, die Erinnerung an Srebrenica wachzuhalten und sie besonders an junge Generationen weiterzugeben.

Ein zentrales Symbol des Abends war die Srebrenica-Blume. Die beiden Grußredner Eyüp Kalyon und Mustafa Burnić begannen damit, die ersten Blütenblätter auszulegen. Anschließend legten weitere Mitwirkende und Teilnehmende jeweils ein weiteres Blütenblatt an. So entstand aus einzelnen Stoffbahnen symbolisch die Srebrenica-Blume. Die gemeinsame Gestaltung machte sichtbar: Erinnerung entsteht aus einzelnen Stimmen, aus persönlichen Erfahrungen und aus der gemeinsamen Verantwortung, das Geschehene nicht dem Vergessen zu überlassen.

Darüber hinaus wurden im Rahmen der Veranstaltung kleine, von Hava K. handgestrickte Srebrenica-Blumen gegen eine Spende an die Besucherinnen und Besucher verteilt. Die dabei eingenommenen Spenden wurden an AMANET – Deutsch-Bosnische Initiative NRW e. V. weitergegeben und unterstützen die Arbeit des Vereins.

Zum Abschluss wurden gemeinsame Bittgebete für die Opfer von Srebrenica, ihre Familien und Angehörigen, die Überlebenden sowie für Frieden, Gerechtigkeit und ein respektvolles Zusammenleben gesprochen. Die Veranstaltung endete mit dem Wunsch, dass die Erinnerung an Srebrenica dazu beiträgt, Menschlichkeit, Würde und Frieden gemeinsam zu stärken.

Das MoscheeForum dankt allen Mitwirkenden, Gästen, Institutionen und Partnern, die diese Gedenkveranstaltung möglich gemacht haben. Das Gedenken an Srebrenica bleibt eine gemeinsame Aufgabe: gegen das Vergessen, gegen Entmenschlichung und für Würde, Frieden und Menschlichkeit.





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24.06.2026

Teeabend: Moscheeübergriffe sichtbar machen – Antimuslimischen Rassismus erkennen und benennen

Im Rahmen der Aktionswochen gegen antimuslimischen Rassismus 2026 lädt das MoscheeForum zu einem besonderen Teeabend mit Vortrag und Austausch ein.

Ausgehend von der Ausstellung „Moscheeübergriffe“ möchten wir gemeinsam über antimuslimischen Rassismus, seine Erscheinungsformen und seine Auswirkungen auf muslimische Gemeinden in Deutschland sprechen. Die Ausstellung macht auf eine besorgniserregende Realität aufmerksam: Moscheen werden immer wieder Ziel von Schmierereien, Drohungen, Sachbeschädigungen und Angriffen. Solche Übergriffe treffen nicht nur Gebäude, sondern vor allem die Menschen und Gemeinden, die hinter diesen Orten des Gebets, der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts stehen.

Der Teeabend bietet Raum für Information, Reflexion und gemeinsamen Austausch. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie antimuslimischer Rassismus erkannt, benannt und solidarisch bekämpft werden kann – in der Zivilgesellschaft, in Institutionen und im Alltag.

Als Referentin begrüßen wir Merve Biber, Referentin der DITIB Antidiskriminierungsstelle in der Abteilung für Gesellschaft und Zusammenarbeit. Sie gibt Einblicke in die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle und spricht über Erfahrungen, Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit antimuslimischem Rassismus.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, bei Tee und Gespräch ein Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und antimuslimischen Rassismus zu setzen.

Die Veranstaltung findet im Ausstellungssaal des MoscheeForums statt, in dem derzeit auch die Ausstellung „Moscheeübergriffe in Deutschland“ zu sehen ist. Dadurch verbindet der Teeabend die inhaltliche Auseinandersetzung mit den dokumentierten Moscheeübergriffen mit einem Vortrag und gemeinsamen Austausch über antimuslimischen Rassismus, seine Folgen und mögliche Handlungsperspektiven.

Veranstaltungsdetails:

Datum: Mittwoch, 24. Juni 2026
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: MoscheeForum – Ausstellungssaal
Adresse: Venloer Str. 160, 50823 Köln
Referentin: Merve Biber, Referentin der DITIB Antidiskriminierungsstelle
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22.03.2026

Ausstellung: 10 Jahre Moscheeübergriffe

Fast 1.000 Angriffe auf Moscheen in den letzten 10 Jahren.

Schmierereien, Drohungen und Brandanschläge: In Deutschland gab es im vergangenen Jahrzehnt beinahe tausend Übergriffe auf muslimische Gotteshäuser. Hass und Gewalt gegen Muslime treffen dabei nicht nur die Gebäude, sondern vor allem die Menschen und Gemeinden dahinter.Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus machen wir auf diese besorgniserregende Realität aufmerksam. Besuchen Sie unsere Ausstellung und setzen Sie gemeinsam mit uns ein starkes Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung! Eröffnung der Ausstellung:22.03.2026 um 14:00 UhrÖffnungszeiten:Täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr(Die Ausstellung ist über die gesamten Osterferien durchgehend für Sie geöffnet!)Ort:
DITIB Zentralmoschee Köln
Ausstellungssaal
50823 Köln
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und den gemeinsamen Austausch. 
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17.02.2022

Hanau Gedenkveranstaltung

In Gedenken an:
Ferhat Ünver. Gökhan Gültekin. Hamza Kurtovic. Said Nessar El Hashemi. Mercedes Kierpacz. Sedat Gürbüz. Kaloyan Velkov. Fatih Saracoglu. Vili Viorel Paun.
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18.02.2021

Gedenkveranstaltung Hanau

Ein Jahr nach Hanau: Ein Versuch des Verstehens und der Verarbeitung

Zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags in Hanau vom 19.02.2020 veranstaltet die DITIB Antidiskriminierungsstelle zusammen mit dem MoscheeForum eine Online Gedenkveranstaltung mit dem Titel "Ein Jahr nach Hanau: Ein Versuch des Verstehens und der Verarbeitung." An der Live-Videokonferenz werden Herr Andreas Jäger von der Opferberatungsstelle der Stadt Hanau und Herr Fatih Kaya von der DTIB Antidiskriminierungsstelle als Gäste teilnehmen.
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